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BASILIKA U. L. FRAU
GNADENKAPELLE
SANKT KASSIAN
KIRCHENMUSIK
KOLLEGIATSTIFT
BASILIKA U. L. FRAU ZUR ALTEN KAPELLE - RESTAURIERUNG

DIE RAUMFASSUNG DES 18. JAHRHUNDERTS

Im Hinblick auf das Jubiläum aus Anlass des 750-sten Jahrestages der Wiederbegründung des Stifts durch den bayerischen Herzog Heinrich IV., den späteren Kaiser Heinrich II. begann im Jahre 1747 eine umfassende Neugestaltung der Basilika im Stil des Rokoko.

DIE ÜBERFASSUNG DES KIRCHENINNENRAUMS 1886/1888

Aus finanziellen Gründen erfolgte 1886/1888 lediglich eine farbliche Überarbeitung von Raumschale und Ausstattung im Sinne einer dunklen Gesamtstimmung. Ausgangspunkt dafür war die Überlegung, die Kirche wieder in einen weitgehend mittelalterlich anmutenden Zustand zurückzuführen.

DIE WIEDERGEWINNUNG DES RAUMEINDRUCKS DES
18. JAHRHUNDERTS IM JAHRE 1936

Mit der im frühen 20. Jahrhundert wieder gewachsenen Wertschätzung der Raumkunst des 18. Jahrhunderts setzten knapp fünzig Jahre nach der ersten Gesamtüberarbeitung des Innenraums der Alten Kapelle neuerlich Überlegungen zu einer durchgreifenden Innenrenovierung an. Diesmal war es jedoch das Ziel, die Maßnahmen von 1886/1888 ungeschehen zu machen und den Zustand des Innenraumes, wie er sich seit dem Ende des 18. Jahrhunderts gezeigt hatte, wiederherzustellen. Die Fassung von 1936/1937 stellt eine Neuschöpfung im Sinne der allgemeinen Farbmöglichkeiten des 18. Jahrhunderts dar. Sie ist keine gewissenhafte Wiederholung der Erstfassung der Alten Kapelle.

DIE BESCHÄDIGUNG DER KIRCHE 1944 UND IHRE INSTANDSETZUNG

Am 20. Oktober 1944 wurde die Alte Kapelle durch einen der wenigen Bombenabwürfe auf die Regensburger Altstadt erheblich in Mitleidenschaft gezogen. Die Schäden konnten nach einer ersten Notreparatur 1945 erst nach und nach beseitigt werden.

Nach der Dachtragwerksinstandsetzung erfolgte in den Jahren 1988 und 1989 die Erneuerung der Außenputze und eine Neufassung der Fassaden. Bei der Fassadenfarbigkeit wurde auf die Fassung des 18. Jahrhunderts zurückgegriffen. Die Alte Kapelle zeigt sich wieder wie zur Siebenhundertfünfzigjahrfeier mit weiß getünchten Wandflächen und den kräftig ockerfarbenen und durch einen dunkelgrauen Begleitstrich akzentuierten Fenstereinfassungen.

DIE RESTAURIERUNG DER JAHRE 1990-2003

Die gealterte Fassung von 1936/1937 sowohl an der Raumschale als auch an der Ausstattung stellte nach Abschluss der Außeninstandsetzung den Ausgangspunkt für die seit 1990 vorbereitete und ab 1991 durchgeführte Restaurierung des Innenraumens der Alten Kapelle dar. Dabei ging es um den Versuch, den Gesamteindruck wiederzugewinnen, den das 18. Jahrhundert mit seiner durchgreifenden Neugestaltung des Kircheninneren hatte schaffen wollen.

ZUM SCHLUSS

Aus kunsthistorischer Sicht stellt die Wiedergewinnung des Innenraums, wie ihn das 18. Jahrhundert angestrebt hat, einen Zugewinn für das Gesamtkunstwerk "Alte Kapelle" dar. Der Innenraum der altehrwürdigen Stiftskirche ist nun wieder unmittelbar anschauliches Dokument für die Geisteshaltung des späteren 18. Jahrhunderts.

Bei der Wiederherstellung der Kirche ging es nicht primär um die Erstellung eines "Museums" mit Kunstwerken und Fresken aus der Rokokozeit, sondern in aller erster Linie um die Erhaltung eines würdevollen Kirchenraums zur Feier der Eucharistie, für den Lobpreis Gottes und die Verehrung seiner Heiligen. Dem diente auch der sensible und harmonische Einbau von Altar und Ambo (von Joseph Michael Neustifter) in der Mitte des Chorraums.

      RESTAURIERUNGEN

    1. 1747
    2. 1886/1888
    3. 1936/1937
    4. 1945
    5. 1986-1989
    6. 1990-2003
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